Geschichte
Gründungsjahr: 1884
Feuerwehrunterabschnitt: Markgrafneusiedl
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Feuerwehr Funktionäre
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Hauptmann - Kommandant
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Mathias Zier
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Franz Butz![]() 1903-1920 |
Adam Zehetbauer![]() 1920-1962 |
Alois Brandstetter
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Leopold Brandstetter |
Jürgen Gall |
Leopold Brandstetter jun. |
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Hauptmann-Stv. - Kommandant-Stv.
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| 1884-1886 | Adam Zier | ||
| 1886-1890 | Mathias Porsch | ||
| 1890-1911 | Michael Brenner | ||
| 1911-1920 | Johann Rieger | ||
| 1920-1956 | Mathias Schwarz | ||
| 1956-1959 | Franz Leban jun. | ||
| 1959-1962 | Alois Brandstetter | ||
| 1962-1965 | Wilhelm Huber | ||
| 1965-1986 | Ignaz Schuh | ||
| 1986-2001 | Franz Frohner | ||
| 2001-2004 | Wolfgang Szelnekovics | ||
| 2004-2006 | Leopold Brandstetter jun. | ||
| seit 2006 | Robert Schreiner | ||
Geschichtlicher Überblick
"Laut Dekret vom 4. November 1884, Zahl 50052 wurden die Statuten der
Freiwilligen Feuerwehr Obersiebenbrunn von der hohen k. k. niederösterreichischen
Statthalterei genehmigt, und aufgrund dieser Genehmigung die Wahl der Funktionäre
des besagten Vereines am 20. November 1884 vorgenommen." Das Gründungsprotokoll
der FF Obersiebenbrunn ist mit der Unterschrift des Bürgermeisters Porsch
versehen. Die damalige Feiwillige Feuerwehr von Obersiebenbrunn setzte sich
aus ausübenden und beitragenden Mitgliedern zusammen, wobei auch die "ausübenden
Mitglieder" Mitgliedsbeiträge zu entrichten hatten. Der Mitgliedsbeitrag
für "ausübende Mitglieder" betrug 1 fl. 20 Kr.
In einer der folgenden Sitzungen, am 13. Dezember 1884, wird vom Feuerwehrausschuss,
dem drei Mitglieder der Gemeindevertretung angehören, der Beschluss gefasst,
dass die Dienstvorschriften der FF Zwerndorf mit dem Zusatz dreier neuer Paragraphen
übernommen werden.
Drei Jahre später, am 7. Februar 1893, beschließt der Vereinsausschuss,
um den, vom hohen Landesausschuss bewilligten Subventionsbeitrag per 100 fl
(Gulden) 30 m Druckschläuche und 6 Stück Wassereimer anzuschaffen.
Im selben Jahr werden noch 26 Stück Dienstmäntel um den Einheitspreis
von 14 fl 75 Kr. bestellt.
1897 beschließt der Feuerwehrausschuss eine Kettenpumpe "System Klement"
bei der Fa. Josef Klement in Hrobec (Böhmen) "in Hohe von 5 1/2 m"
(Förderhöhe) für die Gemeindefeuerbrunnen zu bestellen.
Am 21. November 1909 wird das 25-jährige Gründungsfest feierlich begannen.
Eingeladen werden von der FF Obersiebenbrunn: Frau Gräfin Eleonore Fugger-Babenhausen,
die löbliche Gemeindevertretung, der k. k. Militär-Veteranenverein,
die Ehrendamen und sämtliche Hausbesitzer, weiters werden eingeladen die
Feuerwehrvereine von Untersiebenbrunn, Leopoldsdorf, Glinzendorf, Großhofen
und Markgrafneusiedl.
1910 brechen in der Gemeinde Obersiebenbrunn in kurzen Abständen schwere
Brände aus, sodass im Spritzenhaus über einen längeren Zeitraum
Bereitschaft gehalten werden muss, um rasch eingreifen zu können.
Für den 25. Mai 1911 beschließt der Feuerwehrverein einen "Ausflug"
nach Untersiebenbrunn zum Feuerwehrtag zu unternehmen. Die Feuerwehrmusik erhält
2 Kr. Auslagen pro Mann, während die übrige Mannschaft auf eigene
Kosten zu leben hat.
30. August 1913 - Brand - Letzten Samstag nachts war über das ganze Marchfeld
ein starkes Gewitter verbreitet, das besonders für Obersiebenbrunn sehr
gefahrdrohend war und argen Brandschaden verursachte. Um 1/2 10 Uhr nachts entzündete
ein Blitz das Haus des Bindermeisters Ignaz Petzl, das von 3 Mietparteien bewohnt
wird, und verursachte dort selbst eine wahre Panik. Eine dem Johann Lahner (Nr.
14) gehörige Strohtriste steckte der Blitz in Brand. Der rasch herbeieilenden
Feuerwehr Obersiebenbrunn gelang es unter tatkräftiger Mithilfe der bald
erschienen Nachbarfeuerwehr Untersiebenbrunn das vorgenannte Objekt ehestens
zu retten, und so eine furchtbare Gefahr für den Ort abzuwehren. Während
der ganzen Löschaktion hielt das Gewitter unvermindert an, wodurch
die
Löscharbeiten sehr erschwert waren, umso sehr, da zu befürchten stand, dass noch
andere Objekte in Brand geraten.
Man sagt daher gewiss nicht zuviel,
wenn man feststellt. dass die FF Obersiebenbrunn und Untersiebenbrunn eine wahre
Musterleistung vollbrachten!
1923 - 2. September - Fahnenweihe.
1925 - 11. Oktober-40-jähriges Gründungsfest.
1926 - Wolkenbruch - Am 3. Juli ging über unsere Ortsgemeinde ein derart
heftiger Wolkenbruch teilweise mit Hagel nieder, wie ihn selbst die ältesten
Leute noch nicht erlebt hatten. Nach Auflösung des heftigen Regengusses
konnte man erst dessen Auswirkung erkennen. Sämtliche Frucht in den breiten
Fluren war in die Erde hineingewaschen und selbe dem Erdboden gleichgemacht.
Um halb 6 Uhr wurde dringend unsere, stets sich so glänzend bewährte,
Feuerwehr in vier Bauernhöfe gerufen, wo bereits die eindringenden Wassermassen
die Rinder- sowie Pferdestallungen bis zu 60 cm unter Wasser gesetzt hatten.
Mit der erst vor einigen Monaten angekauften Motorspritze war das Auspumpen
der bedrängten Stallungen ein leichtes, und die schwer betroffenen Besitzer
atmeten erleichtert auf. Zu gleicher Zeit rückte eine Abteilung von 15
Mann auf dringendes Ersuchen von der Bahnstation Siebenbrunn - Leopoldsdorf
zu dem von den hochgehenden Rußbachfluten schwer havarierten Damm aus.
Nur durch den persönlichen Einsatz und der ganzen Kraft jedes einzelnen
gelang es den Damm abzudichten und somit ein Überschwemmen der gesamten
Fluren im Ausmaß von mindestens 2 (K) Joch zu verhindern.
Am 19. August
1950 Großalarm! Der weite Himmel des Marchfeldes scheint nachts unter
einer mächtigen Feuerglocke zu hängen. Die Ursache ist ein Ölturmbrand
in der CSSR, der über Tage anhält!
Am 10. April 1952 steht der Bombenübungsplatz der russischen Besatzungsmacht,
die Siebenbrunner-Heide, in Flammen. 50 ha angrenzender Föhrenwald fällt
drei Monate später aufgrund eines Bombardements den Flammen zum Opfer.
- Großeinsatz mehrerer Feuerwehren!
Am 8. Mai 1955, Florianitag, wird
der Landesfeuerwehrkommandant bei der Durchfahrt" durch Obersiebenbrunn
erkannt und angehalten, begrüßt und fotografiert. Die hiesige Musikkapelle
spielt den Feuerwehrmarsch und der Landesfeuerwehrkommandant kann ungehindert"
weiterfahren!
Im April 1957 brennt mehrmals, in kurzen Abständen, die Siebenbrunner-Heide.
Mächtige Föhrenbäume müssen umgeschnitten werden, da sie
stundenlang wie riesige Pechfackeln lodern!

Am 21. August 1960 findet eine Haussammlung für den Ankauf eines
Tanklöschfahrzeuges (TLF 2000) statt, das am 21. Jänner 1961 zugestellt wird
Der 1. Bezirksfeuerwehrtag in Obersiebenbrunn wird am 3. Juni 1962 mit Heldenehrung,
Feldmesse, Tankwagenweihe. Ehrungen verdienter Feuerwehrmänner, Verleihungen
von Florianiplaketten, Defilierung, Delegiertentagung und Schulungen abgehalten.
Hauptversammlung am 29. Juli 1962 im Gasthaus Zier: Adam Zehetbauer legt sein
Amt als Hauptmann zurück.
In den Jahren 1968-1971 kommt es zu zwei größeren Einsätzen.
Technischer Einsatz bei einem Tankwagenunfall und Scheunenbrand bei Leopold
Pribyl.
Die Jahre 1972, 1973 und 1974 bringen insgesamt 11 Brandeinsätze.

Am 24. Juli 1973 um 03.00 Uhr, steht die Feuerwehr Obersiebenbrunn vor der wohl
schwersten Aufgabe seit ihrem Bestehen. Im Lagerhaus der Landwirtschaftlichen
Genossenschaft Obersiebenbrunn entsteht ein Brand, der sich über Rohrleitungen
der Trocknungsanlage zum Großbrand ausbreitet.
Beim Eintreffen der Feuerwehr
schlagen die Flammen bereits durch den Dachgiebel! 22 Feuerwehren mit 273 Feuerwehrenmännern
und 28 Fahrzeugen stehen im Einsatz. Dank des schlagkräftigen Einsatzes
fast aller Feuerwehrkräfte des Bezirkes Gänserndorf kann der Brand
im alten Lagerhaustrakt nach zwei Stunden lokalisiert, und der 1959 erbaute
Hochsilo sowie weitere Objekte der Genossenschaft, gerettet werden.
Der Brandschaden
beträgt 15 Millionen Schilling. Gerettet werden Sachwerte in der Höhe
von rund 35 Millionen Schilling. 25 Feuerwehrmänner der FF Obersiebenbrunn
stehen 52 Stunden im Einsatz.
Eine dramatische Bergungsaktion am 6. Februar
1978 rettet das Leben eines verschütteten Arbeiters aus einem Getreidesilo
des Erzbischöflichen Gutes. 10 Feuerwehrmänner stehen selbstlos im
Einsatz. 1. Oktober 1978 - Weihe und Übergabe eines neuen Lösch- und
Bergefahrzeuges LFB (Techn. Einsatzfahrzeug). Die Grundkonstruktion ist ein
"Mercedes Benz Kastenwagen L409" mit einem 4-Zylinder-90-PS-Benzinmotor.
Die Umrüstung zu einem Feuerwehrauto nimmt die Fa. Rosenbauer vor. Am 1.
Juli 1982 wird Kdt. Brandstetter zum Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter
gewählt.
1984 - Abschnittsfeuerwehrtag in Obersiebenbrunn.
1985 - 9. August - Ankauf einer hydraulischen Schere und eines Spreizers.
1985 -24. August - Großbrand bei Günther Zier (Heizraum). Feuerwehr
Markgrafneusiedl. Gänserndorf, Untersiebenbrunn, Haringsee, Auersthal,
Weikendorf, Strasshof, Leopoldsdorf waren mit schwerem Atemschutz im Einsatz
- 112 Männer - 777 Stunden.
1986 - 12. Jänner - Leopold Brandstetter wird zum Kommandanten gewählt.
Franz Frohner zum Stellvertreter.
1986 - 10. Oktober - Gründung der Feuerwehrjugend.
1987 - 18. Juni - Brand beim Autohaus Böhm.
1987 - 22. Juli - Waldbrand in Obersiebenbrunn. Die Feuerwehren Untersiebenbrunn,
Weikendorf, Gänserndorf kamen zu Hilfe.
1987 - 20. November - Ankauf eines gebrauchten Kommando-Fahrzeuges.
1987 - 17.-19. September - Sicherungsarbeiten bei der Pflüger-Weltmeisterschaft
beim Schloss Niederweiden.

1988 - 15. Mai - TLF 3000 wird angekauft - Fahrzeugweihe.
1989 - 25. April - Ankauf einer neuen Tragkraftspritze.
1990 - 7.-9. Juli - Feuerwehrjugend bei Bundesfeuerwehrjugendlager in Schwaz/Tirol.
18. Juli - Ankauf eines neuen Kommandofahrzeuges.
1994 - 12. November - 110 Jahre Feuerwehr Obersiebenbrunn.
1996 - Beginn des Neubaues des Feuerwehrhauses.
1997 - Eröffnung des Neubaues. 3 Mio. Schilling zahlt die Gemeinde, der
Rest wird von der Feuerwehr aufgebracht, ca. 12.000 Arbeitsstunden werden geleistet.

1997 - 5. Juli - Für EOBR Franz Csucker tritt eine Feuerwehr-Musikkapelle
auf. Proben finden in Obersiebenbrunn statt. Stabführer ist Bgm. Josef
Slavik.
1997 - 11. Juli - Hochwassereinsatz in Angern und Dürnkrut.
1998 - 19. September - Brandeinsatz Werkstätte Hofer, Markgrafneusiedel.
2001 - Die Feuerwehr bewirbt sich für das Jugendlager 2004.
2002 - Hochwassereinsatz der Feuerwehr im Raum Langenlois, Hadersdorf, Ybbs
und Utzenlaa.

2003 - Vorbereitungsarbeiten für das Jugendlager.
2004 - 8.-11. Juli - Landesfeuerwehrjugendlager mit Jugendbewerben in Obersiebenbrunn.
4.430 Jugendliche mit ihren Betreuern zelten in Obersiebenbrunn. 180 freiwillige
Helfer aus Obersiebenbrunn helfen mit. 150 Feuerwehrmänner und -Frauen
sind bei dieser Veranstaltung eingesetzt.
Ein großartiger Erfolg für
die Feuerwehr Obersiebenbrunn.
Am 6. November feiert die Freiwillige Feuerwehr Obersiebenbrunn 120-jähriges Bestandsjubiläum.
2006 – 13. Februar – Die Männer der FF Obersiebenbrunn sind
in St. Ägyd im Einsatz. Der Katastrophenhilfsdienst befreit in der Gegend um St.
Ägyd Dächer von den enormen Schneemassen.
Im April Hochwasser entlang der March. Die Obersiebenbrunner Wehr wird über
15-mal zum Einsatz im Rahmen des Katastrophenhilfsdienstes gerufen. Die meisten
Einsätze erfolgen in Dürnkrut, Mannersdorf und Zwerndorf.
2007 – 20. August – Unter kurzer Zeit fallen ca. 70 mm Niederschlag. Die
Feuerwehr hat an diesem Tag 14 Einsätze (Auspumparbeiten) zu bewältigen.
2008 – 1. März – Sturm „Emma“ fegt auch über Obersiebenbrunn hinweg. Am 1., 2.
und 3. März rückt die Wehr zu 20 Einsätzen aus, um umgestürzte Bäume zu
entfernen und abgetragene Dächer zu sichern.Die Ausbildung gewinnt wieder mehr
an Bedeutung. So haben im ersten Halbjahr 2008 19 Mitglieder insgesamt 37
Ausbildungsmodule absolviert und 12 Kraftfahrer wurden als Kranführer
ausgebildet.
Da im Herbst nicht nur das LFB durch ein neues Fahrzeug (LFA-W = Löschfahrzeug
mit Berge-Ausrüstung und Wassertank) ersetzt wird, sondern auch vom
Bezirksfeuerwehrkommando ein Wechselladerfahrzeug mit Kran in Obersiebenbrunn
stationiert wird, erfolgt ein Garagenzubau hinter dem FF-Haus. Das
Kommandofahrzeug wird im Zubau untergebracht.